Agile Methoden

Ein Überblick

Agil - Was und warum?

Agile Methoden sind neuer Standard innerhalb innovativer Zentren großer Unternehmen oder innerhalb von Startups und Startup-ähnlichen Kleinunternehmen. Agile Methoden sind Konzepte des Projektmanagements und stammen ursprünglich aus der Softwareentwicklung, wobei sie zunehmend auch in anderen Branchen ihren Einzug feiern.

Untersuchungsergebnisse der Hochschule Koblenz zeigen, dass agile Methoden deutlich positiver bewertet werden, als die klassischen Projektmanagementansätze. 91% der Befragten schätzen die Verbesserungen durch agile Methoden deutlich höher ein, als die durch die Einführung entstandenen Aufwände. Die 3 häufigsten Gründe für die Anwendung agiler Methoden sind eine kürzere Produkteinführungszeit, eine optimierte Qualität, sowie ein verringertes Projektrisiko.

Verbreitete agile Ansätze sind Scrum, Design Thinking und Lean Startup. Doch was verbirgt sich hinter den Begriffen?

Die Agilität, welche die genannten Methoden verbindet entsteht durch möglichst kurze Iterationen und die frühe Entwicklung von Prototypen. Das bedeutet, dass möglichst zeitnah versucht wird ein Produkt zu entwickeln, welches lediglich die grundlegendsten Elemente des möglichen Zielzustandes aufweist, aber getestet werden kann. Dieser Prototyp in Rohform nennt sich Minimum Viable Product (MVP).

Dieses frühe Prototyping ermöglicht zu testen, wie ein Kunde mit dem Ergebnis interagiert und dieses wahrnimmt. Diese schnellen Experimente ermöglichen die weitere Entwicklung erkenntnisbasiert vorzunehmen, um das Ergebnis der nächsten Entwicklungsphase (Sprint) erneut am Kunden zu erproben. Diese Iterationen, bestehend aus Entwicklung und Experiment können  zu Ergebnissen führen, welche am Projektanfang nicht vorhergesehen wurden, aber dem Kundeninteresse am ehesten entsprechen.

Die iterative Neuformulierung von Zielzuständen, ermöglichen eine stetige Anpassung der Produktanforderungen, um wandelnden Kundenwünschen gerecht zu werden. Insbesondere diese Zielzustandsflexibilität machen agile Methoden aus.

Zusätzliche Grundsätze der agilen Methoden sind kommunikativer Natur. Wie die regelmäßigen fest eingeplanten Abstimmungen (Z.B. Daily Scrum Meetings) und der präferierten direkten Kommunikation, im Gegensatz zum Email Verkehr. Auch die Einfachheit gilt als wichtiges Prinzip, welches in allen Facetten der Projektumsetzung berücksichtigt werden sollte.

Agile Ansätze gelten demnach als kreativ, flexibel, kundenzentriert und effektiv. Sie werden zunehmend außerhalb von Softwareprojekten erfolgreich eingesetzt. Die Begrifflichkeiten und die Regelwerke der Methoden erzeugen eine spielerische Qualität, doch gleichzeitig fungieren sie als effektives Leitwerk, welches Prinzipien effektiven Projektmanagements in freundlicher Weise durchsetzt. Auch wenn Scrum und co. zunächst etwas verspielt wirken, handelt es sich um effiziente Instrumente zum managen von Projekten, welche moderne Herausforderungen wie schnelle Markt- und Trendentwicklungen, sowie Kundenzentriertheit erwirken.

 

Außerdem hat ein bisschen Spiel noch keinem geschadet!

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